Bevor eine Katze einzieht – Teil 2: In guten wie in schlechten Zeiten

Bevor eine Katze einzieht…

… sollte ich mir über ein paar Fragen Gedanken machen, noch bevor die nötigen Dinge für eine Katzen-Grundausstattung angeschafft werden:

  1. Bin ich bereit, auch langfristig die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen?
  2. Kann ich mir eine Katze auch im Ernstfall – also bei Krankheiten des Tieres – leisten?
  3. Möchte ich ein Tier vom Züchter oder aus dem Tierschutz?

Für lange Zeit an deiner Seite

Ein Tier aufzunehmen ist ein bisschen wie eine Hochzeit – darum der Titel „in guten wie in schlechten Zeiten“. Es wird Zeiten geben, in denen es nicht so gut läuft. Zeiten, in denen man nach Hause kommt und die aufwändig in Handarbeit genähte Gardine zerfetzt ist. Oder die Katze ist über den teuren Teppich und den Herd gelaufen während sie sich übergeben musste. Oder man ist einfach zu müde von der Arbeit um sich mit dem Tier auseinander zu setzen – das aber lautstark Streicheleinheiten einfordert. Eine Katze ist ein Lebewesen und hat keinen An- oder Aus-Schalter. Neben den alltäglichen Gewohnheiten ist es auch wichtig, sich Gedanken zu machen, wer die Katze in der Urlaubszeit versorgt oder sich im eigenen Krankheitsfall um die Samtpfote kümmert. Natürlich soll dieses Szenario nicht abschrecken, denn trotz allem bereue ich es persönlich keine Sekunde lang Katzen in mein Leben gelassen zu haben. Sich diese Gedanken im Vorfeld zu machen soll jedoch falsche Vorstellungen verhindern, oder dass ein Tier gar schnell wieder ausziehen muss. Es wird jedoch auch viele schöne Zeiten geben, in denen man herzlich über das ungestüme Kätzchen lachen kann, das über die eigenen Pfoten stolpert. Oder in denen ihr wegen etwas traurig seid, was euer Stubentiger genau spürt und euch tröstend den Kopf an eure Stirn legt. In diesen Momenten wird man jedes Mal aufs Neue für das Durchhalten in schlechten Zeiten entlohnt!

Abgesichert auch in schlechten Zeiten

Auch die Kosten, die eine Katze im Ernstfall verursachen kann, müssen finanziert werden. Man kann sich über Krankenversicherungen informieren oder ein eigenes Sparkonto anlegen, auf das man für den Krankheitsfall jeden Monat eine festgelegte Summe einzahlt. Dann ist man auch im Falle eines Falles abgesichert, der schon ein paar hundert Euro kosten kann. Die laufenden Kosten für Katzenstreu, Futter, Leckereien und Spielzeug kann man grob einschätzen und kalkulieren, ob man sich diese dauerhaft leisten kann und will.

Wo wartet deine Herzens-Katze auf dich

Ein weiter wichtiger Punkt ist die Frage, wo man sich auf die Suche nach einer Katze macht. Es gibt viele seriöse Züchter, die einem Verein oder dem Züchterverband angehören. Hier sollte man sich unbedingt das Muttertier und die Geschwister anschauen und sich keines Falls darauf einlassen, das Kätzchen gebracht zu bekommen oder an irgendeinem Treffpunkt abzuholen. Seriöse Züchter haben nichts zu verbergen und zeigen den neuen Katzeneltern auch gerne, wo und wie die Kätzchen mit der Mama bisher aufgewachsen sind. Bevor ich mir jedoch einen Züchter suche ist es eine Überlegung wert, ob man stattdessen eine Katze aus dem Tierschutz nehmen möchte. Hier warten unglaublich viele tolle Katzen auf die Chance, ein liebevolles Zuhause zu bekommen und auch hier finden sich waschechte Rassekatzen! Meine eigenen Katzen habe ich auch aus dem Tierschutz aufgenommen. Die drei sind bildhübsch und das Beste, was mir passieren konnte. Schau selbst:

Unsere Tierheime sind voll von Katzen, die ohne eigene Schuld in eine schreckliche Lage gekommen sind. Die ein trauriges Dasein auf der Straße gefristet haben oder einfach ausgesetzt wurden. Schaut euch um, ich bin mir sicher ihr werdet auf EURE Katze stoßen wie es bei mir der Fall gewesen ist. Adopt, don’t shop!

Bist du dir sicher, dass du freudig die Verantwortung für einen neuen Mitbewohner übernimmst, kannst du dich auf die Suche nach deinem Seelenverwandten machen. Hierfür habe ich in meinem nächsten Beitrag tolle Tipps, die dich bei deiner Suche unterstützen. Außerdem gibt es Tricks und Anregungen zum Einrichten deiner Wohnung:

  1. Welche Katze passt zu mir?
  2. Möchte ich ein Kitten oder ein etwas älteres Tier?
  3. Eine “katzensichere” Wohnung: Platz, Spiel- und Kratzmöglichkeiten

Über diese spannenden Themen werde ich in Teil 3 meiner Reihe “Bevor eine Katze einzieht” berichten 🙂 Erfahrt hier bald mehr!

In diesem Sinne: Pfotengruß, eure Nina

Geschrieben von:

Nina Kramer von katzenfreunde-online.de – Dein Katzenforum für alle Felle

Hallo liebe Katzenfreunde und Interessierte! Mein Name ist Nina und ich lebe in Osnabrück. Ich bin 37 Jahre jung und mache sozialpädagogische Familienhilfe, ein abwechslungsreicher und spannender Job.

Seit über 12 Jahren halte ich nun selber Kater und da sie gesundheitliche Einschränkungen haben, habe ich mich viel mit Katzenthemen wie Ernährung, Pflege und Gesundheit auseinandergesetzt. Weil ich großen Wert auf Erfahrungsaustausch mit anderen Katzenmamas lege, bin ich Administratorin bei katzenfreunde-online.de . Zurzeit leben die beiden Kuhkater Edgar und Kröte bei meinem Partner und mir. Die zwei stammen von der Insel Rhodos und wir haben sie von dem Verein flying cats e.V. adoptiert. Edgar wurde im Jahre 2016 schwer verletzt nach einer Hundeattacke gefunden und es war lange Zeit nicht klar, ob er jemals wird laufen können. Doch der tapfere Kerl kämpfte sich ins Leben zurück und zeigte so allen, was aktiver Tierschutz bewirken kann! Sein Kumpel Kröte durfte im Februar 2017 spontan mit ihm gemeinsam zu unserem Altkater Stinki ziehen, der leider mittlerweile verstorben ist.

Ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam mehr über das Thema Katzenhaltung zu erfahren und bin schon sehr gespannt auf eure Meinungen und Ideen. Es gibt vieles zu entdecken und zu lernen!

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